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Auslastungsgrad

Der Auslastungsgrad gibt an, welcher Anteil der verfügbaren Arbeitszeit auf abrechenbare oder produktive Tätigkeiten entfällt. Er ist die zentrale Kennzahl im Projektgeschäft.

Berechnung

Auslastungsgrad = abrechenbare Stunden ÷ verfügbare Stunden × 100

Die verfügbaren Stunden sind die Anwesenheitsstunden nach Abzug von Urlaub, Krankenstand und Feiertagen — nicht die vertraglichen Sollstunden. Wer den Nenner nicht bereinigt, misst Abwesenheit als Auslastungsverlust.

Realistische Zielwerte

RolleTypischer Zielkorridor
Projektmitarbeit ohne Führungsaufgaben75–85 %
Projektleitung55–70 %
Fachliche Leitung, Vertriebsanteil40–55 %
Geschäftsführungunter 30 %

Ein pauschaler Zielwert für alle Rollen erzeugt entweder Überlastung oder falsche Sicherheit.

Warum 100 Prozent das falsche Ziel sind

Vollständige Auslastung lässt keinen Raum für Angebotserstellung, Wissensaufbau, interne Abstimmung und Puffer für Verzögerungen. Teams, die dauerhaft über 90 Prozent liegen, verlieren die Fähigkeit, kurzfristige Anfragen anzunehmen — und genau das sind oft die profitabelsten.

Fehlinterpretationen

Eine hohe Auslastung sagt nichts über Profitabilität: Viele Stunden zu einem zu niedrigen Satz sind schlechter als weniger Stunden zum richtigen Satz. Auslastung gehört deshalb immer neben den Deckungsbeitrag je Stunde gelesen.

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