Zeiterfassung Software Vergleich 2026: Clockodo, TimeTac, ZEP, clockin, Personio und PlainStaff
Sechs Systeme, die im DACH-Raum regelmäßig auf derselben Auswahlliste landen – eingeordnet nach dem Einsatzzweck, für den sie gebaut wurden, und nicht nach einer erfundenen Rangliste.
Stand: 30. August 2026 · Preise netto pro Nutzer und Monat, zzgl. MwSt., soweit die Herstellerseite das so ausweist · keine Rechtsberatung





Woher die Angaben stammen – und wer diese Seite schreibt
Alles, was hier steht, stammt aus den öffentlichen Herstellerseiten, gelesen am 30. August 2026: Preislisten, Funktionsübersichten, DATEV-Hilfeartikel, Angaben zum Rechenzentrum. Es gab keinen Labortest, keine verdeckten Testkonten und keine Schulnoten. Wo ein Preis nicht veröffentlicht ist, steht in der Tabelle genau das – und kein Schätzwert aus einem Forum.
Das Zweite gehört ebenfalls an den Anfang und nicht ins Kleingedruckte: Diese Seite kommt von PlainStaff, und PlainStaff ist einer der sechs verglichenen Anbieter. Deshalb findest du hier keine Krone und keinen Testsieger, sondern eine Zuordnung. Wo ein anderes System den kürzeren Weg bietet, steht das im Text – beim zertifizierten DATEV-Datenservice etwa, oder bei Baustellen- und Gastro-Einsätzen. Prüfe die Zahlen trotzdem an der Quelle nach, bevor du unterschreibst. Preise und Paketgrenzen ändern sich häufiger, als eine Vergleichsseite altert.
Der Blickwinkel ist der eines Büros: Ingenieurbüro, Kanzlei, Agentur, IT-Dienstleister. Dort entstehen Stunden auf Projekten, die später abgerechnet werden. Für Schichtbetriebe in Gastronomie, Handwerk oder Pflege gelten andere Prioritäten, und die Seite sagt an den passenden Stellen, welches System dann näher liegt.
Vier Fragen entscheiden in der Praxis über die Auswahl, und entlang dieser vier ist die Tabelle gebaut: Reicht reine Anwesenheit oder brauchst du Projektzeit? Muss geplant werden – Schichten oder Kapazitäten? Wie kommen die Stunden zur Lohnbuchhaltung? Und wo liegen die Daten?
Die sechs Systeme in je einem Satz
Bevor es in die Tabelle geht, die grobe Einordnung: Jedes dieser Produkte ist für einen bestimmten Einsatzzweck entworfen worden, und dieser Entwurf erklärt später fast jede Zeile.
PlainStaff
Zeiterfassung mit allem, was danach kommt: Projektzeit, Schichten, Rechnung und E-Rechnung in einem System, gehostet in Europa.
Clockodo
Der deutsche Klassiker für Kommen, Gehen und Pause – mit Projektzeit in der zweiten Paketstufe und ohne Schichtplanung.
TimeTac
Modularer Baukasten mit eigener Terminal-Hardware und zertifizierten DATEV-Datenservices über den DATEV-Marktplatz.
ZEP
Projektorientiert bis ins Mark: gedacht für Beratungen und Büros, die Projekte kalkulieren, nicht für Schichtbetriebe.
clockin
Mobil und baustellennah, mit Tablet-Erfassung in jedem Paket und DATEV-Datenservices ohne Aufpreis.
Personio
Eine HR-Komplettlösung, in der die Zeiterfassung ein Modul unter vielen ist – Preise nur auf Anfrage.
Die Vergleichstabelle
Zehn Kriterien, sechs Anbieter, alle Beträge netto pro Nutzer und Monat, soweit die Herstellerseite das so ausweist. Bei TimeTac stammen die Zahlen aus dem Preisrechner der Website und nicht aus älteren FAQ-Beiträgen. Ein Hinweis zum Lesen: Zwei Anbieter erheben zusätzlich eine Grundgebühr, die pro Nutzer nicht sichtbar wird – bei kleinen Teams verschiebt das den Gesamtpreis erheblich.
| Kriterium | PlainStaff | Clockodo | TimeTac | ZEP | clockin | Personio |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | 3,50 € (Bronze) | 4,00 € (Basic); Solo Free für einen Nutzer kostenlos | 23 € Grundgebühr je Account plus 6,20 € Arbeitszeiterfassung (jährlich 19,50 plus 5,20) | ab 2 € (Clock); MwSt.-Ausweis nicht veröffentlicht | 3,59 € (Starter, 24 Monate) plus 10 € Plattformgebühr unter fünf Nutzern, zzgl. MwSt. | nicht öffentlich, Preis auf Anfrage |
| Projektzeit | ab Silver (4,90 €) | ab Pro (10 € Liste, aktuell 8 € Aktionspreis) | Zusatzmodul, 10,80 € monatlich / 9,00 € jährlich | ab Compact (ab 7 €) | ab Pro | im Core-Paket enthalten |
| Abwesenheiten | ab Bronze | bereits im Basic | Zusatzmodul, 3,90 € monatlich / 3,40 € jährlich | kostenpflichtiges Add-on, Preis nicht veröffentlicht | bereits im Starter | im Core-Paket enthalten |
| Personal- und Projektakte | beide ab Bronze, mit Zugriffsrechten und 10 GB je Nutzer | nicht im Produktumfang | keine eigene Personalakte, Dokumente über HR-Anbindungen wie HRworks | Dokumentenmanagement als Zusatzmodul, keine dedizierte Personalakte | Personalakte ab Pro, Projektakte ab Expert | Personalakte im Core-Paket, dort 5 MB je Person; unbegrenzt erst ab Core Pro |
| Schichtplanung | ab Silver (4,90 €) | nicht im Produktumfang | Personaleinsatzplanung als Add-on, Preis nicht veröffentlicht | nicht im Produktumfang | Add-on ab 27 € je Account und Monat | kein natives Modul |
| Terminal | ab Bronze ohne Aufpreis, jedes Tablet, Anmeldung per PIN | über die Partner EasySecure und conni | eigene Hardware zur Miete ab 29,90 € | 15 € für ein eigenes Gerät | Tablet-Erfassung in allen Paketen | über Partner |
| DATEV | Textdatei für die Kalendererfassung, kein Datenservice | Export für Lohn und Gehalt (laut Support Stundenlohn, ohne Zuschläge), kein Datenservice | DATEV-Marktplatz: LIDS 0,99 € und LADS 0,49 € netto je Nutzer und Monat, für LODAS und Lohn und Gehalt | LIDS und Lohnergebnis für LODAS und Lohn und Gehalt; Add-on-Preis auf Clock und Compact nicht veröffentlicht | LIDS, LADS und Lohnaustausch in jedem Paket ohne Aufpreis | LIDS und LADS für die Lohnvorbereitung (Stammdaten, Abwesenheiten, Dokumente) |
| Hosting | EU, Hauptserver in Deutschland, wahlweise auch USA oder Australien möglich | Microsoft Azure, Frankfurt und Berlin | EU, Hauptserver in Deutschland | Hosting und Entwicklung in Deutschland | deutsche Server | AWS in der EU-Region Frankfurt |
| Gebaut für | Büro und Dienstleistung, von der Stunde bis zur Rechnung | kleine und mittlere Betriebe: Anwesenheit plus Projektzeit | modulare Zusammenstellung, Terminal und Compliance | projektorientierte Büros und Beratungen | Handwerk, Bau, Gastronomie, mobile Teams | HR-Komplettlösung im Mittelstand |
Drei Punkte, an denen Zeiterfassungs-Vergleiche kippen
Eine Tabelle zeigt Zahlen nebeneinander, aber nicht ihre Bedeutung. Diese drei Stellen sorgen in Auswahlprozessen regelmäßig für Überraschungen – die eine im Angebot, die anderen erst im Betrieb.
1. Der Einstiegspreis ist selten der Preis, den du zahlst
Der günstigste Betrag auf einer Preisseite gilt fast immer für das kleinste Paket – und Projektzeit gehört bei keinem der sechs Anbieter dazu, außer bei Personio, wo dafür der Preis fehlt. Rechne deshalb die Stufe durch, in der deine Funktionen tatsächlich liegen, und addiere die Fixkosten dazu: TimeTac berechnet 23 € Grundgebühr je Account, clockin unterhalb von fünf Nutzern 10 € Plattformgebühr. Bei einem Team von drei Personen macht das den Unterschied zwischen einem zweistelligen und einem dreistelligen Monatsbetrag. Umgekehrt sind Aktionspreise oft auf zwölf Monate befristet, und lange Vertragslaufzeiten – bei clockin bis zu 24 Monaten – kaufen den Rabatt mit Bindung.
2. DATEV bedeutet bei jedem Anbieter etwas anderes
„DATEV-Schnittstelle“ steht auf fast jeder Website und meint zwei grundverschiedene Dinge. Ein zertifizierter Datenservice – LIDS für Lohnimportdaten, LADS für Lohnausgabedaten – überträgt Daten direkt zwischen Software und DATEV-Rechenzentrum; er wird von DATEV freigegeben und in der Regel je Nutzer und Monat abgerechnet. Ein Export erzeugt dagegen eine Datei, die dein Steuerberater in LODAS oder Lohn und Gehalt einliest. Funktional führt beides zum Ziel, organisatorisch nicht: Der Datenservice spart den Dateiweg, der Export kostet nichts extra und lässt sich unabhängig vom Kanzlei-Setup nutzen.
In diesem Feld sind clockin und TimeTac stärker aufgestellt als wir. clockin liefert LIDS, LADS und Lohnaustausch in jedem Paket ohne eigenen Aufpreis, TimeTac über den DATEV-Marktplatz für 0,99 € beziehungsweise 0,49 € je Nutzer und Monat. PlainStaff geht den Dateiweg und schreibt eine Textdatei für die Kalendererfassung; wie das abläuft, steht auf der DATEV-Seite und Schritt für Schritt in der Hilfe. Kläre diesen Punkt früh mit deiner Kanzlei, denn er lässt sich später nur mit einem Systemwechsel korrigieren.
3. Planung ist nicht gleich Planung
Schichtplanung verteilt Menschen auf Zeitfenster: Wer steht Montag früh in der Küche, wer fährt zur Baustelle? Kapazitätsplanung verteilt Menschen auf Vorhaben: Wer hat im vierten Quartal noch Luft für das nächste Projekt? Wer beim Auswahlgespräch nur „Planung“ notiert, vergleicht am Ende zwei verschiedene Produkte. Für Schichtbetriebe führen clockin und TimeTac die passenden Module, Clockodo und ZEP bieten keine Schichtplanung an. Bei PlainStaff liegt die Schichtplanung ab Silver, die Kapazitätsplanung als Gantt-Chart ab Gold.
Die Anbieter im Einzelnen
Alle Angaben stammen von den Herstellerseiten, gelesen am 30. August 2026. Die Reihenfolge ist alphabetisch, mit PlainStaff am Ende – nicht als Pointe, sondern weil ein Anbieter über sich selbst zuletzt schreiben sollte.
Clockodo: der solide Klassiker für Anwesenheit
Clockodo ist in vielen deutschen Betrieben die Standardantwort auf die Frage nach Kommen und Gehen, und das aus gutem Grund: Der Kern ist ausgereift, die Bedienung schlank, der Anbieter sitzt in Unna. Das Basic-Paket für 4,00 € deckt Anwesenheit und Abwesenheiten ab, Einzelnutzer bekommen mit Solo Free sogar ein kostenloses Konto – ein Angebot, dem wir nichts entgegenzusetzen haben.
Die Grenzen zeigen sich, sobald aus Stunden mehr werden soll als eine Auswertung. Projektzeit beginnt erst im Pro-Paket mit 10,00 € Listenpreis, eine Schichtplanung gibt es nicht, und Rechnungen schreibt Clockodo grundsätzlich nicht – dafür braucht es ein angebundenes Buchhaltungssystem. DATEV läuft über einen Export für Lohn und Gehalt, laut Support für Stundenlohnempfänger und ohne Zuschläge. Den ausführlichen Direktvergleich mit allen Paketstufen findest du unter Clockodo Alternative.
clockin: mobil, baustellennah, stark bei DATEV
clockin ist für Teams gebaut, die nicht am Schreibtisch sitzen: Handwerk, Bau, Gastronomie, mobile Kolonnen. Die Tablet-Erfassung steckt in jedem Paket, die Preise gestaffelt nach Laufzeit bei 3,99 / 3,79 / 3,59 € für Starter, 6,99 / 6,64 / 6,29 € für Pro und 9,99 / 9,49 / 8,99 € für Expert – monatlich, bei zwölf oder bei 24 Monaten Laufzeit. Unter fünf Nutzern kommen 10 € Plattformgebühr hinzu, die Schichtplanung ist ein Add-on ab 27 € je Monat für ein bis 20 Lizenzen bei zweijähriger Bindung.
Beim Thema Lohnbuchhaltung ist clockin der stärkste Anbieter dieser Liste: LIDS, LADS und Lohnaustausch gehören ohne eigenen Aufpreis zu jedem Paket, DATEV-seitige Gebühren können separat anfallen. Wenn deine Belegschaft überwiegend draußen arbeitet und deine Kanzlei auf dem Datenservice besteht, ist clockin der kürzere Weg – da hilft kein Schönreden.
Personio: Zeiterfassung als Teil der HR-Suite
Personio ist keine Zeiterfassung mit HR-Anbau, sondern eine HR-Komplettlösung, in der Zeiterfassung und Abwesenheiten zum Core-Paket gehören. Für Unternehmen, die Recruiting, Onboarding, Personalakte und Gehaltsvorbereitung ohnehin dort führen, ist die Zeiterfassung damit kein Systemwechsel, sondern ein Haken mehr in der Konfiguration.
Drei Einschränkungen gehören dazu. Die Preise sind nicht öffentlich, ein Vergleich in Euro ist also nicht möglich. Eine native Schichtplanung gibt es nicht, Terminals laufen über Partner. Und die DATEV-Anbindung über LIDS und LADS zielt auf die Lohnvorbereitung mit Stammdaten, Abwesenheiten und Dokumenten – sie wird nicht als Übergabe von Stempelzeiten beworben. Gehostet wird auf AWS in der EU-Region Frankfurt, also nicht in einem eigenen deutschen Rechenzentrum.
TimeTac: modularer Baukasten mit eigener Hardware
TimeTac verkauft nicht ein Paket, sondern einen Baukasten. Der Preisrechner der Website beginnt bei 23 € Grundgebühr je Account plus 6,20 € für die Arbeitszeiterfassung im Monatsabo, jährlich 19,50 plus 5,20 €. Projektzeit kostet 10,80 € beziehungsweise 9,00 €, die Urlaubsverwaltung 3,90 € beziehungsweise 3,40 €; der Preis für die Personaleinsatzplanung ist nicht veröffentlicht. Diese Struktur lohnt sich, wenn du genau weißt, welche Bausteine du brauchst – und sie wird teuer, wenn am Ende doch alle dabei sind.
Stark ist TimeTac bei Hardware und Compliance: eigene Terminals ab 29,90 € zur Miete (Evo Smart 34,90 €, Advanced 49,90 €, Multiuser 10 €), Hosting in der EU mit Hauptserver in Deutschland, ISO 27001, dazu die zertifizierten DATEV-Datenservices über den Marktplatz für 0,99 € (LIDS) und 0,49 € (LADS) je Nutzer und Monat, für LODAS ebenso wie für Lohn und Gehalt.
ZEP: für Büros, die in Projekten denken
ZEP kommt aus der Projektwelt und macht daraus kein Geheimnis: Projekte, Tätigkeiten, Sätze, Auswertungen. Clock beginnt bei 2 €, Compact bei 7 €, Professional bei 18 €. Hosting und Entwicklung finden in Deutschland statt, ein eigenes Terminal kostet 15 €. Für Beratungen und Planungsbüros, die ihre Projektkalkulation ernst nehmen, ist das eine naheliegende Wahl.
Zwei Dinge solltest du einkalkulieren. Die Abwesenheitsverwaltung ist auf Clock und Compact ein kostenpflichtiges Add-on, dessen Preis nicht veröffentlicht wird – die Urlaubsverwaltung ist also nicht automatisch dabei. Und eine Schichtplanung führt ZEP nicht im Produktumfang; für Betriebe mit wechselnden Diensten ist das System schlicht nicht gedacht. Bei DATEV bietet ZEP LIDS und das Lohnergebnis für LODAS und Lohn und Gehalt, den Add-on-Preis für die kleineren Pakete nennt die Website nicht.
PlainStaff: von der Stunde bis zur Rechnung, gehostet in Europa
PlainStaff kostet 3,50 € (Bronze), 4,90 € (Silver) und 6,90 € (Gold) netto je Nutzer und Monat und läuft ausschließlich auf europäischen Servern (wahlweise auch USA oder Australien). Bronze deckt Arbeitszeiterfassung und Abwesenheitsverwaltung ab, dazu den Teamkalender, der sich über einen iCalendar-Link in Outlook, Google Kalender und Apple iCloud einhängen lässt und sich dort täglich selbst aktualisiert – Urlaube und Abwesenheiten stehen also neben den Terminen, in denen ohnehin geplant wird. Ebenfalls ab Bronze: die digitale Personalakte und die digitale Projektakte mit Zugriffsrechten und 10 GB Ablage je Nutzer sowie das Terminal ohne Aufpreis – auf jedem beliebigen Tablet, ohne gesonderte Lizenz, ohne Mietgerät und ohne RFID-Karten.
Der eigentliche Unterschied beginnt in Silver, und dort geht es um das, was nach der erfassten Stunde passiert: Projektzeiterfassung, Schichtplanung, Rechnungen direkt aus den gebuchten Stunden, E-Rechnung als XRechnung und ZUGFeRD sowie die öffentliche REST API. Gold ergänzt Kapazitätsplanung per Gantt-Chart, ein GoBD-konformes Audit-Log, den Z3-Zugang mit IDEA-konformem Export, zehn Jahre Archivierung und die internationalen E-Rechnungsformate Peppol BIS und Factur-X. Alle Paketgrenzen stehen in der Paketübersicht, Hintergründe zur Datenhaltung unter Sind meine Daten sicher?
Bei den Anbindungen ist PlainStaff dort nativ vertreten, wo Büros abrechnen: Lexware Office und Dynamics 365 Business Central über Microsoft AppSource, dazu über zehn weitere ERP- und Buchhaltungssysteme. Was PlainStaff nicht bietet: einen zertifizierten DATEV-Datenservice und kein kostenloses Paket für Einzelnutzer.
Welches System zu welchem Team passt
Statt eines Siegerpodests eine Zuordnung nach dem Einsatzzweck, den dein Betrieb verlangt. Mehrfachnennungen sind Absicht: In den meisten Auswahlprozessen bleiben zwei bis drei Kandidaten übrig, nicht einer.
Büro, Kanzlei, Ingenieurbüro, Agentur
PlainStaff, ZEP oder Clockodo. Entscheidend ist, ob aus den Stunden noch eine Rechnung und eine Auslastungsplanung werden sollen oder ob die Auswertung reicht.
Baustelle, Handwerk, Gastronomie
clockin, alternativ TimeTac mit Personaleinsatzplanung. Beide sind für wechselnde Einsatzorte und Schichten gebaut – PlainStaff tritt hier nicht als Spezialist an.
HR-Suite ist bereits im Haus
Personio. Wenn Personalakte und Gehaltsvorbereitung dort laufen, ist die Zeiterfassung ein Modul und kein zweites System – der Preis bleibt Verhandlungssache.
Die Kanzlei besteht auf dem DATEV-Datenservice
clockin oder TimeTac. Beide liefern LIDS und LADS. PlainStaff bleibt beim Dateiweg über die Kalendererfassung – hier führen die anderen.
Stunden sollen zu Rechnungen werden
PlainStaff. Projektzeit, Rechnungsstellung und E-Rechnung nach EN 16931 liegen ab Silver im selben System und im selben Datensatz.
Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung
Kurz, weil das Thema eine eigene Seite hat: Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung besteht bereits – seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022, der auf dem EuGH-Urteil von 2019 aufbaut und sich aus dem Arbeitsschutzgesetz ergibt. Was 2026 ansteht, betrifft voraussichtlich die Form, also die verpflichtend elektronische Erfassung mit gestaffelten Übergangsfristen, nicht das Ob. Wer heute noch mit Stundenzetteln arbeitet, wartet also nicht auf ein Startsignal, sondern ist bereits im Verzug.
Die rechtlichen Einzelheiten, Ausnahmen und Aufbewahrungsfristen stehen im Ratgeber Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Eine ältere Marktrundschau aus dem Vorjahr liegt weiterhin in der Hilfe: Die 10 besten Tools für Arbeitszeiterfassung 2025 – sie ist eine Übersicht, kein aktueller Vergleich.
Fazit: Die Reihenfolge der Fragen entscheidet
Die meisten Auswahlprozesse beginnen beim Preis und enden in einer Funktionsliste, auf der jeder Anbieter irgendwie alles kann. In der Praxis läuft es umgekehrt: Drei, vier Fragen sortieren das Feld, bevor der erste Euro eine Rolle spielt – und danach bleiben selten mehr als zwei Kandidaten übrig. In dieser Reihenfolge geht es am schnellsten.
- Wie kommen die Stunden zur Lohnbuchhaltung? Besteht deine Kanzlei auf einem zertifizierten Datenservice, bleiben clockin, TimeTac und ZEP im Rennen; Personio liefert LIDS und LADS nur für die Lohnvorbereitung, nicht für Stempelzeiten. Genügt der Dateiweg, ist das Feld vollständig. Diese Frage steht zuerst, weil sie sich später nur mit einem Systemwechsel korrigieren lässt.
- Muss geplant werden – und was genau? Schichten planen clockin, TimeTac und PlainStaff. Kapazitäten im Gantt plant in dieser Runde nur PlainStaff, ab Gold. Clockodo und ZEP fallen hier nicht durch, sie sind dafür nicht gebaut.
- Was passiert nach der erfassten Stunde?Endet sie in einer Auswertung, genügt jedes der sechs Systeme. Soll daraus eine Rechnung und eine E-Rechnung nach EN 16931 werden, bleibt PlainStaff.
Erst jetzt der Preis – und zwar nicht der Einstiegspreis, sondern der für die Paketstufe, in der deine Funktionen tatsächlich liegen, inklusive Fixkosten. Ein Beispiel: zehn Nutzer, monatliche Zahlung, Projektzeit als Anforderung. PlainStaff Silver 49 €, clockin Pro 69,90 €, ZEP Compact ab 70 €, Clockodo Pro 100 € Listenpreis, TimeTac 193 € – dort setzen sich 23 € Grundgebühr, 6,20 € Arbeitszeiterfassung und 10,80 € Projektzeit je Nutzer zusammen. Personio lässt sich mangels Preisliste nicht einrechnen. Zwischen der günstigsten und der teuersten Zusammenstellung liegt fast das Vierfache, und Jahreszahlung, befristete Aktionspreise sowie Zusatzmodule wie die Abwesenheitsverwaltung bei ZEP oder die DATEV-Datenservices verschieben das Bild noch einmal. Rechne deshalb mit deiner Nutzerzahl und deiner Modulliste, nicht mit der ersten Zahl auf der Preisseite.
Wo wir den kürzeren Weg nicht haben, soll auch am Ende stehen: Besteht die Kanzlei auf LIDS und LADS, ist clockin die schnellere Antwort. Wer allein arbeitet, fährt mit Clockodo Solo Free für 0 € besser als mit jedem kostenpflichtigen Paket. Werden Küche, Kolonne oder Baustelle geplant, sind clockin und TimeTac dafür entworfen. PlainStaff gehört dann auf die Liste, wenn Stunden nicht in einem Bericht enden, sondern in einer Rechnung: Projektzeit, Schichtplanung, Rechnungsstellung und E-Rechnung ab 4,90 € in einer Anwendung.
Den letzten Schritt nimmt dir keine Vergleichsseite ab. Lass dir von den zwei verbliebenen Kandidaten drei Dinge schriftlich geben: den Gesamtpreis für deine Nutzerzahl in der Stufe mit deinen Funktionen, das Enddatum jedes Aktionspreises samt Folgepreis und Vertragslaufzeit sowie den genauen DATEV-Weg, abgestimmt mit deiner Kanzlei. Trag danach eine echte Arbeitswoche in beide Systeme ein – mit Krankmeldung, Überstunden und einer Korrektur im Nachhinein – und prüfe am Monatsende das Einzige, was wirklich zählt: wie die Stunden bei der Rechnungslegung bzw. Lohnbuchhaltung ankommen.
Häufige Fragen zum Zeiterfassung Software Vergleich
Alle Angaben stammen vom 30. August 2026 und ausschließlich aus öffentlichen Herstellerseiten. Preise, Paketgrenzen und Module ändern sich häufig – prüfe die verlinkten Quellen, bevor du dich entscheidest.
Personio veröffentlicht keine Preisliste. Statt einer Schätzung steht in der Tabelle deshalb der tatsächliche Stand: nicht öffentlich, Preis auf Anfrage. Ein Euro-Vergleich mit den anderen fünf Anbietern ist damit nicht möglich.
Keine. Diese Seite kommt von PlainStaff, einem der verglichenen Anbieter – ein selbst vergebener Testsieg wäre wertlos. Stattdessen ordnet die Seite jedes System dem Einsatzzweck zu, für den es gebaut wurde, und benennt die Fälle, in denen ein anderer Anbieter den kürzeren Weg bietet.
Ein zertifizierter Datenservice wie LIDS (Lohnimportdaten) oder LADS (Lohnausgabedaten) überträgt Daten direkt zwischen der Software und dem DATEV-Rechenzentrum und wird meist je Nutzer und Monat abgerechnet. Ein Export erzeugt eine Datei, die der Steuerberater in LODAS oder Lohn und Gehalt einliest. TimeTac und clockin bieten die Datenservices an, Clockodo und PlainStaff gehen den Dateiweg.
Nein. Bronze für 3,50 € umfasst Arbeitszeiterfassung, Abwesenheitsverwaltung, Personalakte und Terminal. Die Projektzeiterfassung beginnt mit Silver für 4,90 €, zusammen mit Schichtplanung, Rechnungsstellung, E-Rechnung und der öffentlichen REST API.
clockin über ein Add-on ab 27 € je Account und Monat, TimeTac über die Personaleinsatzplanung als Add-on mit nicht veröffentlichtem Preis, PlainStaff ab dem Silver-Paket. Clockodo und ZEP führen keine Schichtplanung im Produktumfang, Personio kein natives Modul.
Auf drei Dinge: Fixkosten neben dem Nutzerpreis (TimeTac 23 € Grundgebühr je Account, clockin 10 € Plattformgebühr unter fünf Nutzern), die Befristung von Aktionspreisen auf meist zwölf Monate und die Vertragslaufzeit, die bei clockin bis zu 24 Monate beträgt. Rechne außerdem immer die Paketstufe durch, in der die Funktionen liegen, die du tatsächlich brauchst.
Nein. Die Pflicht besteht seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts von 2022 und ergibt sich aus dem Arbeitsschutzgesetz. 2026 betrifft voraussichtlich die verpflichtend elektronische Form, nicht den Beginn der Pflicht. Einzelheiten stehen im Ratgeber zur Pflicht zur Arbeitszeiterfassung.
Für Einzelnutzer ja: Clockodo Solo Free kostet 0 € für einen Nutzer. Ein kostenloses Paket bietet PlainStaff nicht, wohl aber eine kostenlose Testphase; die aktuelle Dauer steht in der Paketübersicht.
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