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Nachkalkulation

Die Nachkalkulation vergleicht nach Abschluss eines Projekts die tatsächlich angefallenen Kosten mit der Vorkalkulation. Sie zeigt, ob die kalkulierten Annahmen trugen.

Zweck

Die Nachkalkulation beantwortet zwei Fragen: Hat sich dieses Projekt gerechnet? Und: Welche Annahme der Vorkalkulation war falsch? Die zweite Frage ist die wertvollere, weil ihre Antwort in jedes künftige Angebot einfließt.

Datenbasis

Nötig sind die geleisteten Stunden je Person und Tätigkeit, die zugehörigen internen Verrechnungssätze, Fremdleistungen und projektbezogene Sachkosten. Der kritische Punkt ist fast immer die Stundenerfassung: Werden Stunden nur grob oder verspätet gebucht, wird die Nachkalkulation zur Schätzung.

Typische Abweichungsursachen

UrsacheErkennungsmerkmal
Scope CreepAufwand steigt, Umfang wurde nie neu vereinbart
Falsche SkillzuordnungSenior-Stunden in einer als Junior kalkulierten Position
Nacharbeitüberproportionale Stunden in der Endphase
Unterschätzte Abstimmunghoher Anteil nicht direkt wertschöpfender Tätigkeiten
Falscher Gemeinkostenzuschlagsystematische Abweichung über alle Projekte hinweg

Rückkopplung

Eine Nachkalkulation, die nicht in die nächste Vorkalkulation eingeht, ist verlorene Arbeit. Sinnvoll ist ein fester Turnus, in dem Kalkulationsansätze anhand der Nachkalkulationen der letzten Periode überprüft und angepasst werden.

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