Was einen guten Meilenstein ausmacht
- Binär prüfbar: Er ist erreicht oder nicht. »Konzept zu 80 Prozent fertig« ist kein Meilenstein.
- Ergebnisbezogen: Er beschreibt ein Artefakt oder eine Entscheidung, keine Tätigkeit.
- Entscheidungsrelevant: An ihm hängt eine Freigabe, eine Zahlung oder der Start der nächsten Phase.
Abgrenzung
Eine Phase hat eine Dauer und verbraucht Aufwand; ein Meilenstein ist ein Zeitpunkt. Aufwand wird deshalb Arbeitspaketen zugeordnet, nicht Meilensteinen — auch wenn Projektpläne das häufig vermischen.
Kaufmännische Bedeutung
Bei Festpreisprojekten sind Meilensteine der übliche Anknüpfungspunkt für Teilzahlungen. Für die Rechnungslegung ist deshalb zu regeln, wer die Erreichung feststellt, welche Nachweise dafür vorzulegen sind und welche Frist für die Abnahme gilt. Ohne diese Regelung wird jede Teilrechnung zur Verhandlung.
Bezug zur Zeiterfassung
Meilensteine strukturieren den Plan-Ist-Vergleich: Der bis zum Meilenstein gebuchte Aufwand lässt sich gegen den geplanten stellen und liefert eine frühe Abweichungsmeldung — deutlich früher als eine Auswertung am Projektende.
- Aktualisiert am