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Stundensatz

Der Stundensatz ist der Preis einer Arbeitsstunde. Zu unterscheiden sind der interne Kostensatz, der die tatsächlichen Kosten deckt, und der externe Verkaufssatz, der zusätzlich den Gewinn enthält.

Der Rechenweg

  1. Personalvollkosten je Person und Jahr: Bruttoentgelt, Arbeitgeberanteile, Umlagen, Sonderzahlungen, betriebliche Altersvorsorge.
  2. Produktive Stunden je Jahr: Jahresarbeitsstunden abzüglich Urlaub, Feiertagen, erwarteter Krankheit, Fortbildung und interner Tätigkeiten.
  3. Personalkostensatz = Vollkosten ÷ produktive Stunden.
  4. Gemeinkostenzuschlag für Miete, IT, Verwaltung, Vertrieb.
  5. Gewinnaufschlag und Risikopuffer.

Der häufigste Fehler

Die Division durch die vertraglichen statt durch die produktiven Stunden. Wer 1.700 Jahresstunden ansetzt, obwohl real nur 1.300 fakturierbar sind, unterschätzt seinen Kostensatz um rund 30 Prozent — und arbeitet unbemerkt mit negativem Deckungsbeitrag.

Differenzierung

Ein einheitlicher Satz für alle Rollen ist einfach, aber ungenau. Sinnvoll ist eine Staffelung nach Qualifikationsstufen, ergänzt um abweichende Sätze für Reisezeiten, Bereitschaft und Arbeit außerhalb der Regelzeit.

Überprüfung

Der kalkulierte Satz ist eine Annahme. Erst die Nachkalkulation zeigt, ob die unterstellte Auslastung erreicht wurde. Eine jährliche Überprüfung — besser halbjährlich in wachsenden Teams — verhindert, dass Kostensteigerungen unbemerkt zulasten der Marge gehen.

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