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Gemeinkostenzuschlag

Der Gemeinkostenzuschlag verteilt Kosten, die keinem Projekt direkt zugerechnet werden können, prozentual auf eine Bezugsgröße — meist auf die direkten Personalkosten.

Was Gemeinkosten sind

Alles, was anfällt, ohne einem einzelnen Projekt zurechenbar zu sein: Miete, IT-Infrastruktur, Buchhaltung, Geschäftsführung, Vertrieb, Marketing, Fortbildung, Versicherungen.

Berechnung

Zuschlagssatz = Gemeinkosten ÷ Bezugsgröße × 100

Als Bezugsgröße dienen üblicherweise die direkten Personalkosten der produktiven Bereiche. In personalintensiven Dienstleistungsbetrieben liegen die Sätze häufig zwischen 60 und 120 Prozent — ein Wert, der nur im Vergleich mit der eigenen Historie aussagekräftig ist, nicht im Branchenvergleich.

Zuschlagsbasis wählen

Die Bezugsgröße sollte in einem plausiblen Ursache-Wirkungs-Verhältnis zu den Gemeinkosten stehen. Wo das nicht der Fall ist — etwa bei stark unterschiedlich ausgestatteten Arbeitsplätzen —, ist eine Aufteilung in mehrere Kostenstellen mit eigenen Sätzen genauer als ein einheitlicher Zuschlag.

Kostenremanenz

Gemeinkosten sinken bei Auftragsrückgang kaum. Wer den Zuschlagssatz auf Basis eines guten Jahres kalkuliert, unterdeckt in einem schwachen Jahr systematisch. Ein konservativ angesetzter Auslastungsgrad in der Kalkulation federt das ab.

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