Hamburg gehört zu den Ländern mit einer schlanken Feiertagsliste. Zehn gesetzliche Feiertage bedeuten für die Urlaubsplanung: wenige, dafür sehr wertvolle Hebel.
Die Feiertage im Überblick
| Feiertag | Datum | Geltung |
|---|---|---|
| Neujahr | 1. Januar | bundesweit |
| Karfreitag | beweglich | bundesweit |
| Ostermontag | beweglich | bundesweit |
| Tag der Arbeit | 1. Mai | bundesweit |
| Christi Himmelfahrt | beweglich, Donnerstag | bundesweit |
| Pfingstmontag | beweglich | bundesweit |
| Tag der Deutschen Einheit | 3. Oktober | bundesweit |
| Reformationstag | 31. Oktober | regional |
| 1. Weihnachtsfeiertag | 25. Dezember | bundesweit |
| 2. Weihnachtsfeiertag | 26. Dezember | bundesweit |
Die Brückentag-Hebel
Christi Himmelfahrt — immer ein Donnerstag, der Brückenfreitag erzeugt aus einem Urlaubstag vier freie Tage. Der stärkste Einzelhebel des Jahres.
Reformationstag — festes Datum, wandert durch die Woche. Auf einem Dienstag oder Donnerstag entsteht derselbe Hebel; auf einem Mittwoch ergeben zwei Urlaubstage fünf freie Tage.
Ostern — vier Urlaubstage von Dienstag bis Freitag der Osterwoche ergeben zehn zusammenhängende freie Tage.
Pfingsten — der Pfingstmontag lässt sich mit vier Urlaubstagen zu neun freien Tagen ausbauen.
Jahreswechsel — je nach Wochentagslage der Weihnachtsfeiertage entstehen hier die längsten Zeiträume mit dem geringsten Einsatz.
Norddeutschland im Vergleich
Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben eine identische Feiertagsliste. Für Unternehmen mit Standorten in mehreren dieser Länder entfällt die standortbezogene Differenzierung — solange kein Standort in Mecklenburg-Vorpommern hinzukommt, wo der Internationale Frauentag gilt.
Was für die Verwaltung zählt
Maßgeblich ist die Arbeitsstätte, nicht der Wohnort. Feiertage setzen das Tagessoll auf null, ohne Minus; der Ausfall ist nach § 2 EntgFG zu vergüten.
Ein Feiertag an einem ohnehin freien Tag bringt keinen Ausgleich — bei Teilzeit mit festen freien Wochentagen entsteht dadurch eine systematische Ungleichheit, die nur über eine ausdrückliche Regelung ausgeglichen werden kann.
Arbeit an Feiertagen
§ 9 ArbZG verbietet die Beschäftigung; § 10 ArbZG enthält den Ausnahmekatalog — in Hamburg praktisch relevant in Hafen und Logistik, Gastronomie, Kultur, Verkehr und Gesundheitswesen. Es besteht Anspruch auf einen Ersatzruhetag innerhalb von acht Wochen; mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben.
Zuschläge für tatsächlich geleistete Feiertagsarbeit sind unter den Voraussetzungen des § 3b EStG steuerfrei — der Einzelnachweis der Stunden je Person, Tag und Uhrzeit ist Voraussetzung.
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Die Angaben beruhen auf dem Feiertagsgesetz des Landes. Änderungen sind vor einer verbindlichen Planung zu prüfen.
Quellen und Rechtsgrundlagen
Gesetze und Verordnungen
- Hamburg, Gesetz über Sonntage, Feiertage, Gedenktage und Trauertage (Feiertagsgesetz) — bestimmt abschließend, welche Tage im Land gesetzliche Feiertage sind; als Landesrecht abrufbar über das Landesrechtsportal des Landes Hamburg
- § 9 ArbZG — Sonn- und Feiertagsruhe
- § 10 ArbZG — Ausnahmen von der Sonn- und Feiertagsruhe
- § 11 ArbZG — Ersatzruhetage und Mindestzahl beschäftigungsfreier Sonntage
- § 2 EntgFG — Entgeltfortzahlung an gesetzlichen Feiertagen, Lohnausfallprinzip
- § 3b EStG — Steuerfreiheit der Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit
- § 7 BUrlG — Urlaubswünsche, dringende betriebliche Belange, Übertragung und Abgeltung
Stand der Auswertung: August 2026. Der Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Häufige Fragen
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- PlainStaff Redaktion
- Fachredaktion Personalwesen
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